Mein Bruder hat mir schon vor einigen Monaten “Don’t Stop Believin” von Journey zugeschickt. Aber ich muss zugeben, dass der Song bisher eher ein Trauerdasein in einem Ordner unsortierter Musik führte. Dass es das letzte in “Die Sopranos” gespielte Lied ist, wurde heute aber zum Schlüsselreiz.
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Am Donnerstag hatte ich einen freien Tag vom Segeln und konnte Mittwochabend auf ein paar Bier gehen. Zum Lieblingsladen hat sich ja der Salon des Amateurs gemausert, den ich auch wieder zielsicher ansteuerte. Detlef Weinrich von Kreidler hat aufgelegt und wenn man so daher sitzt, geht man gleichzeitig auf musikalische Entdeckungsreise.
Das ist ja oft die Sache mit der Musik, es gibt so viele tolle Sachen, nur weiß man nichts davon. Folgendes vom Minimalavantgardisten Michael Nyman in Anlehnung an Mozarts Don Giovanni ursprünglich auf 7″ veröffentlichte Stück aus dem Jahr 1981 kenne ich jetzt auf jeden Fall!
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Was kann ich mich glücklich schätzen. Jetzt, wo ich in einigen Tagen offiziell auf Ü30 Partys gehen darf, wird mir erst mal bewusst, dass dort mittlerweile ja gar keine 80iger Jahre Musik mehr läuft, sondern Wahnsinns 90iger Jahre Scheiß.
If you not tolerate this, please do not click. The rave goes on!
Es ist so ziemlich genau neun Jahre her, da saß ich in Magdeburg an meinem ersten eigenen Computer samt grünem 56k Modem. Neben ersten äußerst langwierigen Porn Downloads, stand das als ziemlich legal empfundene Runterladen von MP3s an erster Stelle. Einen Titel habe ich damals allerdings nie gefunden: “Music in your butt” von DJ Sin Plomo. Eben diesen entdeckte ich zuvor als Stream auf der Internetseite vom Club KM5 (Ibiza), den ich selbst jedoch nie betreten habe, sondern nur durch eine Compilation mit gleichem Namen kannte. Über irgendeine technisch eher unausgereifte Konstruktion habe ich den Song dann auch auf eine Kassette bekommen. Aber aus einem 32kBit-Stream (!) generiert man über Rechner, Chinch-Kabel und Kassette eben auch keine Audioqualität.
Heute, verdammte neun Jahre später fiel mir der Song wieder ein, und ich muss sagen, dass er immer noch sehr cool ist. Trotzdem merkt man, dass der Kelch der Reife auch an mir nicht spurlos vorüber gegangen ist. Nein, nicht der Porn, ich meine die Tatsache, dass ich den Track total legal als 320 kBit (!) MP3 gekauft habe. An meiner Nettoposition hat sich indes nicht viel verändert. Was ich früher an Geld für illegal erworbene Musik “gespart” habe, ging im gleichen Atemzug Stunde für Stunde durch das kleine grüne Ding unter meinem Schreibtisch!
Hörprobe
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Und wenn mich dann einer fragt, was ich eigentlich so für Musik höre!