Prophezeiung oder wie ich hundert Euro gewinne

Leben | 18. Januar 2010

Ich habe gerade mit meinem Bruder um hundert Euro gewettet, dass es im Jahr 2020 möglich sein wird, für 10.000 $ (+/- 10%) Flüge ins All zu buchen. Mein Bruder wettet dagegen. Dieser Eintrag sei also der Beweis meiner Glaskugelqualitäten bzw. meiner Zuversicht, dass ich mir hundert Euro dann auch wirklich leisten kann!

Music In Your Butt

Leben,Musik | 15. Januar 2010

Es ist so ziemlich genau neun Jahre her, da saß ich in Magdeburg an meinem ersten eigenen Computer samt grünem 56k Modem. Neben ersten äußerst langwierigen Porn Downloads, stand das als ziemlich legal empfundene Runterladen von MP3s an erster Stelle. Einen Titel habe ich damals allerdings nie gefunden: “Music in your butt” von DJ Sin Plomo. Eben diesen entdeckte ich zuvor als Stream auf der Internetseite vom Club KM5 (Ibiza), den ich selbst jedoch nie betreten habe, sondern nur durch eine Compilation mit gleichem Namen kannte. Über irgendeine technisch eher unausgereifte Konstruktion habe ich den Song dann auch auf eine Kassette bekommen. Aber aus einem 32kBit-Stream (!) generiert man über Rechner, Chinch-Kabel und Kassette eben auch keine Audioqualität.

Heute, verdammte neun Jahre später fiel mir der Song wieder ein, und ich muss sagen, dass er immer noch sehr cool ist. Trotzdem merkt man, dass der Kelch der Reife auch an mir nicht spurlos vorüber gegangen ist. Nein, nicht der Porn, ich meine die Tatsache, dass ich den Track total legal als 320 kBit (!) MP3 gekauft habe. An meiner Nettoposition hat sich indes nicht viel verändert. Was ich früher an Geld für illegal erworbene Musik “gespart” habe, ging im gleichen Atemzug Stunde für Stunde durch das kleine grüne Ding unter meinem Schreibtisch!

Hörprobe

Ein denkwürdiger Tag

Leben | 3. Dezember 2009

Nie wieder Maggi-Tüten!

So etwas nervt

Leben | 8. Juni 2009

Ich hab ja seit ziemlich genau acht Tagen ein Auto. Und so ziemlich genau seit sechs Tagen steht es unbenutzt in der Tiefgarage, weil der Luxemburger Zoll keinen Kaufvertrag mit dem Titel “Verbindliche Bestellung” akzeptiert, sondern auf einen Kaufvertrag mit dem Titel “Kaufvertrag” besteht. Ohne Zollbestätigung keine “Controlle Technique”, was dem Luxemburger TÜV entspricht, und ohne “Controlle Technique” kein versichertes Fahren.

Eben erfahre ich dann, dass der Verkäufer den “Kaufvertrag” benannten Kaufvertrag nicht letzte Woche Dienstag, sondern erst gestern – was ungefähr auf das Gleiche hinaus läuft wie heute – in den Briefkasten geschmissen hat. Und dass mir jetzt keiner mit “Jammern auf hohem Niveau” kommt!

Odyssee nach Hause

Leben | 23. Mai 2009

Gegen 09.00 Uhr habe ich mich heute in der Nähe von Emden ins Auto Richtung Lux gesetzt. Nachdem mich mein Vater dann in Kamen am Bahnhof rausgelassen hat, freute ich mich bereits riesig auf die noch vor mir stehende Zugfahrt. Die angepeilten fünf Stunden und zwölf Minuten zauberten mir trotzdem ein Lächeln ins Gesicht. Immerhin kenne ich da noch ganz andere Verbindungen. Dass allerdings kurz nach Trier, also eigentlich kurz vor Luxemburg, die Oberleitung der Bahn ausfiel, sich ein Stopp von zweikommafünf (!) Stunden auf dem Gleis im Nirgendwo anschloss, der Zug von einer Diesellok zurück Richtung Trier geschleppt wurde und wir schließlich mit Bussen nach Lux gekarrt wurden, konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen. Ebenso wenig war mir klar, dass heute großer Sportlertag in der City zelebriert wurde. Da fahren dann eben die Busse wegen so eines Marathons nicht so wie sonst, meiner ganz speziell nicht.

In Lux dann liefen Alexandra Maria Lara nebst Anhang Sam Riley an mir vorbei, als ich an einer Bushaltestelle ein paar Minuten so daher gewartet habe. Sie hat mich recht intensiv angeschaut, was aber wohl nichts mit meiner Fähigkeit zu tun hat, beim Rumstehen ziemlich lässig auszusehen, sondern eher Ergebnis ihrer in ihren Augen ablesbaren Frage gewesen ist, ob sie denn nun mal endlich jemand erkennen würde. Ich habe so geguckt, als ob ich sie nicht erkenne.

Nach zweimaligen Busfahren inklusive dazwischen liegenden Fußwegen, konnte ich ziemlich genau gegen 21.15 Uhr meine Wohnung betreten. Ich schreibe es gerne noch mal hin, falls sich jemand mit der Uhr schwer tut: Das sind dann mehr als zwölf Stunden Reisezeit für die fünfhundertsechzig Google Maps Kilometer zwischen Bedekaspeler Marsch und Luxemburg gewesen. Da schaffen andere locker eine null mehr.

Gerne schließe ich diesen kleinen Bericht mit einem Ausspruch des Autors von Thekentherapie.de ab, der selbigen regelmäßig bei den großen aber auch sehr kleinen – was es umso unterhaltsamer macht – Unannehmlichkeiten des Lebens verwendet:

Mein Leben ist die Hölle!

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Leben | 19. März 2009

Heute durch Luxemburg gelaufen und so einen Hauch von Großstadt erlebt. Kennt Ihr das? Es gibt Städte, die verbreiten so einen ganz bestimmten Geruch. Erlebt habe ich das bisher in London, Madrid, Bordeaux und von mir aus auch manchmal in Dortmund. Es ist ein Gemisch aus Frühlingsluft (Sommerluft alternativ), Essen, Straßendreck, Abwässer oder eben einfach “Leben”. Hört sich komisch an, ist aber so, um mal wieder abgelutschte Phrasen zu benutzen (Wobei ich anmerken möchte, dass ich allein durch das Erwähnen, dass solche Phrasen abgelutscht seien, wirklich nicht glaube, dass damit alle Einfallslosigkeit entschuldigt sei!).

Wie auch immer, Luxemburg hat heute Punkte gesammelt. Hier riecht es also wenigstens genauso wie in wirklichen Großstädten. Wobei Luxemburg sich ja ganz gerne die kleine Weltstadt – den genauen Wortlaut habe ich gerade leider nicht parat – schimpft. Gut, Weltstadt ist so eine Sache, aber bevor ich hier in einem doch so positiv gestimmten Eintrag wirklich noch anfange zu “complainen”, gehe ich lieber schlafen.

Sprachenwirrwarr in Luxemburg

Leben | 17. Februar 2009

Dieses Zitat trifft es ziemlich gut:

Auch vor Gericht wird – der allgemeinen Verständlichkeit wegen – Luxemburgisch gesprochen, das Sitzungsprotokoll wird auf Hochdeutsch erstellt und die Gesetzestexte auf Französisch zitiert.

[via Wikipedia]

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