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Gesellschaft | 12. August 2010

Kann mir mal jemand die Panik vor einer Volkszählung erklären? Kann mir mal jemand die Panik vor Street View erklären? Kann mir irgendjemand mal erklären, warum wir uns im StudiVZ öffentlich über Gruppen bis auf’s Dümmste definieren, aber bei so einem Scheiß am Rad drehen?

Pure schwachsinnige Egozentrik ist das!

Mal stammtischig sein

Gesellschaft | 25. Mai 2010

Warum bitte hat denn der Busfahrer seinen Job verloren? Da kommt der auf zugegebener Maßen etwas unkonventionelle Art und Weise seiner Aufsichtspflicht nach und wird dafür noch bestraft. Wenn der Junge bei einer Vollbremsung durch die Scheibe geflogen wäre, möchte ich nicht wissen, wem die Eltern Vorwürfe gemacht hätten.

Ein etwas gewagter Vergleich vielleicht, aber gesellschaftlich betrachtet, passt das doch ganz gut ins Bild. Was lernt denn der Junge daraus: Ich bin immer vorne, egal was ich mache. Das finde ich von der Sozialisation her betrachtet ehrlich gesagt fraglicher, als alle Shooter und Paintballfelder (<– ich war erst auf einem am Wochenende und fand’s genial) dieser Welt.

Für Politiker gelten andere Regeln

Gesellschaft, Politik | 19. Dezember 2009

“Gute Leistungen von Mitarbeitern bringen Unternehmen voran. Gute Arbeit leisten Menschen aber nur dann, wenn sie Fehler machen dürfen, ohne gleich den Rausschmiss zu riskieren. Wer unter der ständigen Angst arbeitet, etwas falsch zu machen und am Pranger zu landen, der traut sich nichts oder schiebt den berühmten Dienst nach Vorschrift. Das wirft Unternehmen in ihrer Innovationskraft zurück und hinter Wettbewerber (…)”

[Sibylle Haas: "Gemobbt und ausgebrannt", sueddeutsche.de, Sonnabend 19. Dezember, 2009]

Der Kommentar von Sibylle Haas ist schon bemerkenswert. Immerhin bringt sie damit ihren eigenen Berufsstand in eine ziemliche Bredouille. Denn wenn das Jahr 2009 des politischen Journalismus etwas zu Tage gefördert hat, dann wohl die regelmäßige und ausgiebige Anprangerung vermeintlicher Fehltaten unserer Politiker. Da grenzt es doch fast schon an ein Wunder, dass in Deutschland überhaupt noch Politik betrieben wird.

Unabhängige journalistische Aufklärung ist ein wichtiges Gut demokratischer Verfassungen, das es zu pflegen gilt (Italien!). Ebenso sollten Journalisten allerdings auch ihren Berufsethos pflegen und objektive Aufklärung immer einer subjektiven Meinungsmache vorziehen.

Ganz unschuldig ist die politische Prominenz freilich nicht. Schließlich ist es sie selbst, die sich durch ihre vielfachen Auftritte in “politischen” Talks Shows und ihrem allgemeinen Hang zur medialen Omnipräsenz vom Wohlwollen der Medien abhängig macht. In diesem Sinne wünsche ich mir für das Jahr 2010 ein bisschen weniger “Dienstwagen” und ein bisschen mehr innovative Politik.

Revoluzzionäres Studentenpack

Gesellschaft | 16. November 2009

Sind sie nicht engagiert, unsere Studenten? Okay, ich selbst bin noch nie (freiwillig) für oder gegen irgendetwas auf die Straße gegangen oder habe für oder gegen irgendetwas öffentliche Plätze besetzt, aber abstraktes Kritisieren, ja das liegt mir. Und so muss ich abstrakt kritisieren, dass die Studentenproteste oder besser Studentenbeschwerden ähnlich inhaltsvoll sind, wie die Plakate eines für Frieden und überhaupt gegen Krieg demonstrierenden Grünenvorstadtaktionszirkels. Während letzterer wahrscheinlich nach Patschuli riecht, verbreiten erstere doch eher den Mief hormongeschwängerter Abiturenten auf der Suche nach der nächsten Freistunde.

Das heißt jetzt aber Vorlesung, merkt Euch das!

Jetzt fliegt schon

Gesellschaft | 20. Juli 2009

Jetzt bitte fliegt doch endlich noch mal zum Mond und dann noch bitte zum Mars. Am besten wäre es natürlich, wenn “Ihr” es noch während meiner Lebenszeit schafft. Ja, das wäre cool!

Und an alle Zweifler, Ignoranten und Bremser: Die Pyramiden finden jetzt auch alle total toll, obwohl sie reine Geldverschwendung, sinnlose Arbeitsbeschaffungsmaßnahme und Auswuchs egozentrischer Selbstverherrlichung gewesen sind. Dann lasst uns wenigstens im Namen der Menschheit einen Monolithen auf dem Mars aufstellen. Da haben wir alle was davon!

Von der NEON zur Nido

Gesellschaft, Medien | 19. April 2009

Dass ich der NEON nichts abgewinnen kann, ist ja bekannt. Der Stern schmeißt jetzt einen weiteren Ableger auf den Markt. Nido ist Lebensbiographisch betrachtet der Nachfolger von NEON, also ein “Magazin, die moderne Eltern kleiner Kinder mit vielfältigen Themen und zeitgemäß anspricht.” [Warum im Zitat "die" und nicht "das" steht, weiß ich auch nicht // EDIT: Wurde zwischenzeitlich korrigiert.]

Und mit ein wenig Glück kreiert der Stern nach meinen “Familienjahren” wiederum Lebensbiographisch passend den Ableger EXIT - Zufrieden geschieden oder wahlweise für Oldschool-Lebensläufe die Noki - Endlich Kinderfrei. Danke Stern!

Rosenstolz sind echt versext

Gesellschaft, Musik | 15. April 2009

Als ehemals bekennender Rosenstolz-Hasser twittere ich mittlerweile sogar schon Rosenstolz-Textauszüge. Dass es mal soweit kommt, hätte ich auch nicht gedacht. Auf jeden Fall schickt mir mein Bruder gerade haufenweise älterer Titel, und ich muss sagen, dass Rosenstolz irgendwie die versexteste deutsche Band ever sind.

Und jetzt bekomme ich noch schnell die sozialkritische Kurve und verweise auf die 37° Doku Generation Porno, die gestern im ZDF lief. Da wurde u.a. “explizite” Musik vorgestellt, die Jugendliche heutzutage so hören. Keine Ahnung, ob das generell so stimmt oder nur der Auswahl der Protagonisten geschuldet ist. Die muss ja schließlich zum Thema passen.
Wie auch immer, der Unterschied bei Rosenstolz ist einfach, dass bei ihnen alle Beteiligten ihren selbstgewählten Spaß haben. In diesem Sinne: “..hast Du Sex im Hotel, geht’s Dir wieder gut und hast Du Geld auf der Bank, gibt es auch kein Problem, und hast Du Spaß in der Nacht fühlst Du Dich wie neu, Sex im Hotel macht dich froh..”

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