don’t drink and blog

Alkohol,Bloggen | 22. März 2009

Don’t drink and drive ist ja klar. Aber es gibt der eigenen Erfahrung nach auch don’t drink and trade und natürlich auch don’t drink and blog. Letzteres allerdings ist so eine Sache. Während sich die ersten beiden Dinge gut vermeiden lassen, ist die Lust am Bloggen unter Alkoholeinfluss manchmal wirklich groß. Dies ist wohl vergleichbar mit dem aus dem “real life” bekannten Laberwasserphänomen. Was man allerdings im real life am nächsten Morgen verdrängen kann – sofern nicht gottverdammt nüchterne Freunde zugegen waren, die einen mit einem Lächeln im Gesicht Flashback mäßig daran erinnern müssen -, springt einem im Internet am nächsten Tag mitten ins Gesicht. Und dann hat man den Salat. In vino veritas ist ja schön und gut. Aber erstens glaube ich sowieso nicht an in vino veritas, weil ich mir dann wirklich Sorgen machen müsste, und zweitens muss auch nicht jeder meine veritas kennen.

In diesem Sinne bin ich fürs erste frohe, heute unter Alkoholeinfluss lediglich darüber gebloggt zu haben, was es bedeutet unter Alkoholeinfluss gebloggt zu haben. Ich bin gespannt, was ich morgen zu diesem Eintrag denke.

Minimale WordPress Themes

Bloggen | 4. September 2007

..würden wunderbar zu meinen minimalen Inhalten, die ich hier in letzter Zeit fabriziere, passen.

Nein, im Ernst, so ein Theme (ohne die Katze) könnte ich mir wunderbar vorstellen. Vielleicht sollte ich mich doch mal daran setzen, ein eigenes zu klöppeln, auch wenn mir an anderer Stelle davon abgeraten wurde.

WordPress Themes

Bloggen | 23. Juli 2007

Das aktuelle Theme gefällt mir ja wirklich ganz gut. Nur es ist eben kein individuelles, sondern bereits schon mehrfach an anderer Stelle gesehenes Theme.

Gestern habe ich mich durch die ersten sechsundfünfzig Seiten dieser WordPress Theme Sammlung gequält und es war dort wirklich nichts dabei, was mich vom Hocker gerissen hätte.
Die Quintessenz wird wohl sein, dass ich mir mal ein eigenes Layout basteln müsste, damit meine tollen Texte endlich “in schön” sind. Nur sprechen einige Sachen dagegen. “Eigentlich” habe ich keine Zeit, weil ich Diplomarbeit schreiben soll. “Eigentlich” kann ich überhaupt gar nicht gestalten. “Eigentlich” fehlt mir dafür sowieso die Muße. Aber der beste Grund überhaupt: Andere Leute können das “Eigentlich” sowieso viel besser und schöner als ich.

Sehr geehrter Herr Nasendackel, basteln Sie mir ein Theme?

Anonymes

Bloggen | 22. Juni 2006

Wenn Fräulein Wunder schon in den Kommentaren nach meinem Befinden fragt und sie mir sogar noch ein Stichwort gibt, dann kann ich echt mal wieder was schreiben. Auch wenn es etwas sein wird, was ich eigentlich vermeiden wollte:
Anstatt ehrlich und aufrichtig zu bloggen, einfach nur mal so über das Bloggen zu bloggen zu schreiben. Immerhin ist es nicht eben ein Zeichen überquellender Kreativität, aber mein Leben gibt im Moment nichts anderes her, also eigentlich, aber dazu später mehr.

Es gibt verschiedene Arten zu bloggen. Ganz anonym oder mehr oder weniger öffentlich. Ich habe mich ausversehen irgendwie für die letzte Methode entschieden, Fräulein Wunder glaubt, für die erste. Hat sie aber nicht, zumindest in meiner Definition.
Wie auch immer, es hat beides seine Vor- und Nachteile und ich werde einige jetzt mal ganz öffentlich gegeneinander Abwägen.

Ich schreibe im Moment nicht viel und das liegt nicht einzig in mangelnder Kreativität oder Laune begründet. Neben anderen Gründen, liegt es nämlich auch daran, dass ich eben nicht anonym schreibe. Ganz im Gegenteil habe ich die Vorteile den Vorteil des öffentlichen Schreibens, depp wie ich war, schamlos ausgenutzt. Man kann nämlich jedem, den man halbwegs kennt, seine Adresse geben aufdrängeln. Die besten Freunde wissen natürlich als erstes bescheid und sogar Mama und Papa bekommen den Link. Als Sahnehäubchen gibt man dann noch seinem emotionalen Ballast, auf dem man irgendwie immer noch scharf ist, den Link und der vermeintliche Bloggerhimmel ist perfekt. Alle wissen bescheid, und die müssen einem doch jetzt die Bude einrennen, wollen sie doch unbedingt an deinem Leben und deinen Gedanken teilhaben. Sind doch deine Freunde und deine Familie, das bringt bestimmt schon mal ein paar Hits. Also dem einzigen Sinn und Zweck des Bloggens, aber das ist ein andere Geschichte.
Fulminanter Nachteil des oben beschriebenen öffentlichen Bloggens – von der Tatsache, dass jeder top level domain immer der Inhaber und oft der Blogger zugeordnet werden kann abstrahiere ich jetzt mal – ist aber, dass ich mich damit selber ungemein beschränke. Eben mal über die Macken eines guten Freundes schreiben? So was kann schnell böse aufstoßen. Ganz banale Alkohol- und Drogenexzesse, die man bekanntlich als Student täglich erlebt, machen unter Umständen Mama nervös. Aufregende Sexorgien, die vielleicht bestens zur Unterhaltung beitragen könnten, sind auch Fehl am Platz. Mama wird noch nervöser, Papa geht wieder an die Uni und bezahlt einem das Auto nicht mehr, Freunde werden wegen fehlender Einladung sauer und der emotionale Ballast spricht nie wieder ein Wort mit einem. Alles also nicht so wahnsinnig toll!
Die Nachteile des öffentlichen Schreibens und damit der Vorteil des wirklich anonymen Schreibens liegen somit klar auf der Hand. Schnelle Anfanghits durch Freunde und Familie verblassen nämlich zahlenmäßig schnell im Vergleich zu dem, was man erwarten kann, wenn man die Wörter Drogen, Alkohol, Sex und spannende Substitute ohne falsche Bescheidenheit möglichst häufig in herrlich anonymen Beiträgen fallen lässt (Lernt von der Bloggerette). Und wenn man dann noch geschickt Beiträge anderer Blogger in eigene integriert, ja, dann ist man dem wahren Bloggerhimmel schon ganz nah!

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