Don’t drink and drive ist ja klar. Aber es gibt der eigenen Erfahrung nach auch don’t drink and trade und natürlich auch don’t drink and blog. Letzteres allerdings ist so eine Sache. Während sich die ersten beiden Dinge gut vermeiden lassen, ist die Lust am Bloggen unter Alkoholeinfluss manchmal wirklich groß. Dies ist wohl vergleichbar mit dem aus dem “real life” bekannten Laberwasserphänomen. Was man allerdings im real life am nächsten Morgen verdrängen kann – sofern nicht gottverdammt nüchterne Freunde zugegen waren, die einen mit einem Lächeln im Gesicht Flashback mäßig daran erinnern müssen -, springt einem im Internet am nächsten Tag mitten ins Gesicht. Und dann hat man den Salat. In vino veritas ist ja schön und gut. Aber erstens glaube ich sowieso nicht an in vino veritas, weil ich mir dann wirklich Sorgen machen müsste, und zweitens muss auch nicht jeder meine veritas kennen.
In diesem Sinne bin ich fürs erste frohe, heute unter Alkoholeinfluss lediglich darüber gebloggt zu haben, was es bedeutet unter Alkoholeinfluss gebloggt zu haben. Ich bin gespannt, was ich morgen zu diesem Eintrag denke.
Julian von eint.de macht sich so seine Gedanken zum Konsumverhalten der Web 2.0 Generation:
(…) Ich kommuniziere am liebsten über msn, icq, studivz; kenne das Wort Buchladen und Elektronikgeschäft höchstens noch von wikipedia und befrage beim Kauf eines neuen Deos lieber drei verschiedene Internetforen.
Das Web 2.0 Sammelalbum vermittelt u.a. einen wunderbaren Eindruck darüber, für welche Randgruppen man nicht alles eine Community basteln kann. Da erscheint eine Internetplattform für Leute mit Hyperhidrose doch schon greifbar nahe.
Wer sich jedoch wie ich mehr auf die angenehmen Dinge des Lebens konzentrieren möchte, kann ja mal bei verkostet.de (selbstverständlich im Sammelalbum gelistet) vorbeischauen. Dort kann man Weine suchen, empfehlen und bewerten.
Ein Martini, zwei Bier, drei Glühwein.. und das alles inklusive eines Essens weit vor 15.00 Uhr. Nein sagen ist eben nicht, wenn Oma und Opa zu Besuch sind!
Es soll ja Leute geben, die nicht so genau Wissen, wann sie das letzte Mal etwas getrunken haben. Ich gehöre nicht dazu.
Bei mir ist es sechs Tage oder eine Woche her. Je nach dem, ob man den Samstag erst zählt wenn man geschlafen hat oder nicht. Samstag Abend, und das steht unabhängig vom Tageserfolg fest, werde ich meine einwöchige Abstinenz offiziell beenden. Ich werde dann im Layla (in Zukunft nur noch L) sein.
Also falls jemand Lust hat?
Ich für meinen Teil werde den Abend jetzt auf jeden Fall mit Stefan Diestelmann ausklingen lassen. Schultze hätte seine wahre Freude dran.
Bis eben war ich mal wieder im “Wohnzimmer”, wie einer der regelmäßigen Layla Besucher immer zu sagen pflegt. Leider bin ich freiwillig (!) nicht über das dritte Bier hinaus gekommen. Die Diplomarbeit verfolgt mich sogar bis in die Kneipe. Aber das vierte, fünfte und x-te Bier stehen nun mal im krassen Widerspruch zu einem erfolgreichen Schreibtag.
Nicht, dass ich irgendwie Mitleid erwarte, nur wollte ich das mal loswerden. Danke!
Zum originellen Bierinstitut (ZOBI) ist eine kleine Kneipe gleich hier um die Ecke meiner neuen WG.
Gestern mal wieder seit langem dort hin anstatt ins Layla. Wirklich ganz nett dort. Optisch sicherlich nichts für Kokser Fans weisser Ledersofas, dafür umso gemütlicher und verdammt nettes Personal. Ein Freund und ich gaben uns wirklich Mühe, aber der Aschenbecher wurde einfach nie voll.
Während des Gesprächs gab ich zu, dass ich doch ganz gerne bald mal nach Amerika wolle, wo ich doch meine temporäre Amerika wird überschätzt und die da sind doch eh alle blöd-Phase überwunden habe. Aussenpolitik und Aussenwahrnehmung trüben eben seit ein paar Jahren den Blick auf vieles andere.