Tresenthesen

Tresen, Thesen, Temperamente

Lifestyle Action

30 Dezember 2010 by tts

Heute war ich bei I K E A. Meine Befürchtung das nächste Mal an einem Samstag, womöglich noch mit einer Herzdame, dahin zu müssen, hat sich zum Glück nicht bestätigt. Ich war alleine dort.

Schick muss man sich dafür ja nicht machen. Hab gleich meine Jogginghose anbehalten, und nur eine Jacket artige Jacke rüber geworfen. Modebloggermädchen werde ich jetzt aber nicht, ich wollte es nur erwähnt haben, weil ich das vor vielleicht fünf oder sechs Jahren gaaanz sicher nicht gemacht hätte. Man wird halt entspannter, ach was schreibe ich, cooler wird man mit den Jahren, da ist zum Rausgehen keine ordentliche Jeans mehr nötig. Was, wenn ich jetzt so drüber nachdenke, ja auch Anzeichen einer Thirdlife Crisis sein könnte, so in jungen Jahren waren Jogginghosen zum Spielen ja recht angesagt. Wie auch immer, ich merke auf jeden Fall, dass mein privater Auftritt negativ mit der im Berufsleben gewünschten Norm korreliert ist: geschniegelt nur noch im Notfall.

Mein erster Schritt zur neu gewonnenen Lifestyle-Freiheit war übrigens der Verzicht auf Haargel. Der Angewohnheit sich jeden Tag die Suppe ins Jahr zu schmieren, wurde ich mit der Zeit überdrüssig. Überhaupt war das Thema gepflegte Haare irgendwann vom Tisch. Ich habe sie dann einfach mal wachsen lassen, was sich auch in meinen Frauenbekanntschaften widerspiegelte. Das waren jetzt nicht mehr Frauen, sondern einfach nur andere. Gewissermaßen kann man mit wechselnder Haarpracht je nach momentanen Geschmack seine Chancen zielgerichtet erhöhen. Der Haarlänge nach ansteigend landet man dann ziemlich punktgenau bei einer ostdeutschen Sonnenstudiobraut, einem Stinomädel, einem Düsseldorfer Püppchen oder aber einer westdeutschen Bohème Dame. Tolle Sache.

Weniger toll ist natürlich der oberflächliche Ansatz, der sich darin zeigt. Mich soll das aber echt nicht stören. Sobald ich Lust auf ein suicide girl habe, kommt halt ein bisschen Metall ins Gesicht und ein wenig Farbe in die Haut.

Good Luck!

6 comments | Categories: Leben |

Comments (6)

  1. Unglaublich das ich das noch mal erleben durfte, Basti in Sweat Pants (Jogging Hose ist out, Remake durch eben jene genannte ;) ). Und ich muss sagen, er sah gut aus der Kleine, das es für ihn relativ neu war ok, aber dieser Trend hat ihn wohl erst jetzt eingeholt. Ja man kann in einer Trainingshose auch gut aussehen, zumal diese ja auch unsere Werte representiert: Understatement ;) . Wenn aber Basti jetzt noch anfängt Haargel wegzulassen, habe ich den Verdacht, dass er neue Trends im Highsociety verseuchten D als antagonistische Bewegung setzen will. Dann mach es aber richtig, statt Pants erinnere Dich an Deine Wurzeln in Magdeburg um die Jahrtausendwende: Buffalos und Bomberjacken, das wäre ein Spass so was auf der Kö zu sehen. In diesem Sinne, lass Dir was einfallen :)

  2. Ich hab ehrlich herzlich gelacht! Schade das du das ganze nicht mit Fotobeweisen deines ungegelten Haares und der Jogginghose hinterlegt hast! So kann man es ja kaum glauben. ;) Liebe Grüße – Kristina :)

  3. steile These: Frauentyp nach Männerfrisur… Ich lass das mal empirisch prüfen.
    Solange könntest du Sepps Vorschläge befolgen- so als Praxistest.
    Achso- und probier es mal mit Farbe!

  4. Geil, ein bisschen assi sein und schon kriegt man hier bombastische Kommentare.

    Wünsche Euch was und kommt gut rein!

    Der Stenz denkt an Euch..

  5. So cool kann ich nur sein, wenn die Ehefrau nicht dabei ist, und für Haarprachtexperimente ist es bei mir schon zu spät …

  6. Also das mit den Frauentypen zur jeweiligen Frisur stimmt glaub ich wirklich.

    Wenn du hier im ländlichen Nordhessen mit ner Jogginghose raus gegangen wärst, hätten alle mit dem Finger auf dich gezeigt und du wärst der größte Asi weit und breit.

Leave a Reply

Required fields are marked *