Music In Your Butt

Leben,Musik | 15. Januar 2010

Es ist so ziemlich genau neun Jahre her, da saß ich in Magdeburg an meinem ersten eigenen Computer samt grünem 56k Modem. Neben ersten äußerst langwierigen Porn Downloads, stand das als ziemlich legal empfundene Runterladen von MP3s an erster Stelle. Einen Titel habe ich damals allerdings nie gefunden: “Music in your butt” von DJ Sin Plomo. Eben diesen entdeckte ich zuvor als Stream auf der Internetseite vom Club KM5 (Ibiza), den ich selbst jedoch nie betreten habe, sondern nur durch eine Compilation mit gleichem Namen kannte. Über irgendeine technisch eher unausgereifte Konstruktion habe ich den Song dann auch auf eine Kassette bekommen. Aber aus einem 32kBit-Stream (!) generiert man über Rechner, Chinch-Kabel und Kassette eben auch keine Audioqualität.

Heute, verdammte neun Jahre später fiel mir der Song wieder ein, und ich muss sagen, dass er immer noch sehr cool ist. Trotzdem merkt man, dass der Kelch der Reife auch an mir nicht spurlos vorüber gegangen ist. Nein, nicht der Porn, ich meine die Tatsache, dass ich den Track total legal als 320 kBit (!) MP3 gekauft habe. An meiner Nettoposition hat sich indes nicht viel verändert. Was ich früher an Geld für illegal erworbene Musik “gespart” habe, ging im gleichen Atemzug Stunde für Stunde durch das kleine grüne Ding unter meinem Schreibtisch!

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