Was kann ich mich glücklich schätzen. Jetzt, wo ich in einigen Tagen offiziell auf Ü30 Partys gehen darf, wird mir erst mal bewusst, dass dort mittlerweile ja gar keine 80iger Jahre Musik mehr läuft, sondern Wahnsinns 90iger Jahre Scheiß.
If you not tolerate this, please do not click. The rave goes on!
Ich habe gerade mit meinem Bruder um hundert Euro gewettet, dass es im Jahr 2020 möglich sein wird, für 10.000 $ (+/- 10%) Flüge ins All zu buchen. Mein Bruder wettet dagegen. Dieser Eintrag sei also der Beweis meiner Glaskugelqualitäten bzw. meiner Zuversicht, dass ich mir hundert Euro dann auch wirklich leisten kann!
Es ist so ziemlich genau neun Jahre her, da saß ich in Magdeburg an meinem ersten eigenen Computer samt grünem 56k Modem. Neben ersten äußerst langwierigen Porn Downloads, stand das als ziemlich legal empfundene Runterladen von MP3s an erster Stelle. Einen Titel habe ich damals allerdings nie gefunden: “Music in your butt” von DJ Sin Plomo. Eben diesen entdeckte ich zuvor als Stream auf der Internetseite vom Club KM5 (Ibiza), den ich selbst jedoch nie betreten habe, sondern nur durch eine Compilation mit gleichem Namen kannte. Über irgendeine technisch eher unausgereifte Konstruktion habe ich den Song dann auch auf eine Kassette bekommen. Aber aus einem 32kBit-Stream (!) generiert man über Rechner, Chinch-Kabel und Kassette eben auch keine Audioqualität.
Heute, verdammte neun Jahre später fiel mir der Song wieder ein, und ich muss sagen, dass er immer noch sehr cool ist. Trotzdem merkt man, dass der Kelch der Reife auch an mir nicht spurlos vorüber gegangen ist. Nein, nicht der Porn, ich meine die Tatsache, dass ich den Track total legal als 320 kBit (!) MP3 gekauft habe. An meiner Nettoposition hat sich indes nicht viel verändert. Was ich früher an Geld für illegal erworbene Musik “gespart” habe, ging im gleichen Atemzug Stunde für Stunde durch das kleine grüne Ding unter meinem Schreibtisch!
Hörprobe
Gut, die ersten zwanzig Minuten habe ich verpasst, da mein Kollege und ich uns erst mal in die französische Version von Avatar gesetzt haben. Wir wunderten uns schon, warum der Film erst so spät anfängt. Einen schnellen Wechsel in den Nachbarsaal später saßen wir aber in der englischen Version mit deutschen und französischen Untertiteln. Es hat sich echt gelohnt, und es ist nur sehr schwer vorstellbar noch mal (so) einen Film nicht dreidimensional zu sehen. Also unbedingt reingehen! Zumal es wirklich ein ganz netter “Der mit dem Wolf tanzt”-Plot ist.