Odyssee nach Hause
Gegen 09.00 Uhr habe ich mich heute in der Nähe von Emden ins Auto Richtung Lux gesetzt. Nachdem mich mein Vater dann in Kamen am Bahnhof rausgelassen hat, freute ich mich bereits riesig auf die noch vor mir stehende Zugfahrt. Die angepeilten fünf Stunden und zwölf Minuten zauberten mir trotzdem ein Lächeln ins Gesicht. Immerhin kenne ich da noch ganz andere Verbindungen. Dass allerdings kurz nach Trier, also eigentlich kurz vor Luxemburg, die Oberleitung der Bahn ausfiel, sich ein Stopp von zweikommafünf (!) Stunden auf dem Gleis im Nirgendwo anschloss, der Zug von einer Diesellok zurück Richtung Trier geschleppt wurde und wir schließlich mit Bussen nach Lux gekarrt wurden, konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen. Ebenso wenig war mir klar, dass heute großer Sportlertag in der City zelebriert wurde. Da fahren dann eben die Busse wegen so eines Marathons nicht so wie sonst, meiner ganz speziell nicht.
In Lux dann liefen Alexandra Maria Lara nebst Anhang Sam Riley an mir vorbei, als ich an einer Bushaltestelle ein paar Minuten so daher gewartet habe. Sie hat mich recht intensiv angeschaut, was aber wohl nichts mit meiner Fähigkeit zu tun hat, beim Rumstehen ziemlich lässig auszusehen, sondern eher Ergebnis ihrer in ihren Augen ablesbaren Frage gewesen ist, ob sie denn nun mal endlich jemand erkennen würde. Ich habe so geguckt, als ob ich sie nicht erkenne.
Nach zweimaligen Busfahren inklusive dazwischen liegenden Fußwegen, konnte ich ziemlich genau gegen 21.15 Uhr meine Wohnung betreten. Ich schreibe es gerne noch mal hin, falls sich jemand mit der Uhr schwer tut: Das sind dann mehr als zwölf Stunden Reisezeit für die fünfhundertsechzig Google Maps Kilometer zwischen Bedekaspeler Marsch und Luxemburg gewesen. Da schaffen andere locker eine null mehr.
Gerne schließe ich diesen kleinen Bericht mit einem Ausspruch des Autors von Thekentherapie.de ab, der selbigen regelmäßig bei den großen aber auch sehr kleinen – was es umso unterhaltsamer macht – Unannehmlichkeiten des Lebens verwendet:
Mein Leben ist die Hölle!
Wieder ein Grund mehr für einen Privathelikopter zu sparen. Bei 500 Kilometern musst Du allerdings darauf achten, dass die maximale Reichweite stimmt.
Mit einem Eurocopter EC120B bist Du auf der sicheren Seite. Die Reisezeit beträgt dann etwa 2 Stunden. Gebraucht gibt es die Dinger schon ab 1.000.000€ … ;-)
Das ist ja eine grandiose Idee!
Ich würd ja gerne über meine regelmäßigen Unanehmlichkeiten bei meinen Heimfahrten berichten, aber das wäre ja “Geweine” auf höchstem Niveau. Daher sag ich nur “Warum soll es dir besser ergehen, als anderen” und lache in mich hinein. Bis demnächst. Gruß, F.
Vielleicht hat Alexandra M. Lara ja auch dich erkannt! Sie kannte dich bestimmt noch von der WAM-Kurzfilmnacht in DO!! Deshalb hat sie so geguckt!
Daran hab ich auch schon gedacht, aber der Gedanke erschien mir zu kühn ;-)
War aber ein sehr cooler Abend damals!