Don’t drink and drive ist ja klar. Aber es gibt der eigenen Erfahrung nach auch don’t drink and trade und natürlich auch don’t drink and blog. Letzteres allerdings ist so eine Sache. Während sich die ersten beiden Dinge gut vermeiden lassen, ist die Lust am Bloggen unter Alkoholeinfluss manchmal wirklich groß. Dies ist wohl vergleichbar mit dem aus dem “real life” bekannten Laberwasserphänomen. Was man allerdings im real life am nächsten Morgen verdrängen kann - sofern nicht gottverdammt nüchterne Freunde zugegen waren, die einen mit einem Lächeln im Gesicht Flashback mäßig daran erinnern müssen -, springt einem im Internet am nächsten Tag mitten ins Gesicht. Und dann hat man den Salat. In vino veritas ist ja schön und gut. Aber erstens glaube ich sowieso nicht an in vino veritas, weil ich mir dann wirklich Sorgen machen müsste, und zweitens muss auch nicht jeder meine veritas kennen.
In diesem Sinne bin ich fürs erste frohe, heute unter Alkoholeinfluss lediglich darüber gebloggt zu haben, was es bedeutet unter Alkoholeinfluss gebloggt zu haben. Ich bin gespannt, was ich morgen zu diesem Eintrag denke.
Ich habe ein langes Telefongespräch mit Herrn Müntefering geführt und vehement dagegen protestiert, dass er Luxemburg für ein „Steuerparadies” hält und öffentlich erklärt, früher habe man in Steuerparadiese Soldaten geschickt. Gerade aus deutschem Mund klingen diese Äußerungen für Luxemburger nicht zustimmungswürdig.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Münterfering sich jemals so geäußert haben soll. Aber auch sonst ein nicht ganz uninteressantes Interview.
Heute durch Luxemburg gelaufen und so einen Hauch von Großstadt erlebt. Kennt Ihr das? Es gibt Städte, die verbreiten so einen ganz bestimmten Geruch. Erlebt habe ich das bisher in London, Madrid, Bordeaux und von mir aus auch manchmal in Dortmund. Es ist ein Gemisch aus Frühlingsluft (Sommerluft alternativ), Essen, Straßendreck, Abwässer oder eben einfach “Leben”. Hört sich komisch an, ist aber so, um mal wieder abgelutschte Phrasen zu benutzen (Wobei ich anmerken möchte, dass ich allein durch das Erwähnen, dass solche Phrasen abgelutscht seien, wirklich nicht glaube, dass damit alle Einfallslosigkeit entschuldigt sei!).
Wie auch immer, Luxemburg hat heute Punkte gesammelt. Hier riecht es also wenigstens genauso wie in wirklichen Großstädten. Wobei Luxemburg sich ja ganz gerne die kleine Weltstadt - den genauen Wortlaut habe ich gerade leider nicht parat - schimpft. Gut, Weltstadt ist so eine Sache, aber bevor ich hier in einem doch so positiv gestimmten Eintrag wirklich noch anfange zu “complainen”, gehe ich lieber schlafen.
Wie man sieht, habe ich mal wieder das Archiv aufgeführt. Wie lange dieser Zustand anhält kann ich noch nicht abschätzen. Es ist nämlich gut möglich, dass mir bereits morgen diese Liste meiner Minimaldesginpräferenz entgegen steht. Außerdem hat es ja schon irgendwie was von “wer hat den Längs…”, und wer möchte sich schon gerne Angeber schimpfen lassen. Ich sehe das aber gerade so: Vielleicht klickt jemand ja doch mal in die Vergangenheit. Immerhin gab es da auch ganz passable Einträge, wie diesen hier. Und ich weiß auch schon, wen ich demnächst auf meine im Schlusssatz aufgestellte These ansprechen werde *hehe
Irgendwann ist immer das erste Mal. Sehr abgelutschter Einstand, ich weiß. Aber diesmal ist trotzdem alles anders. Projekt: Ich schreibe los, ohne mir vorher überlegt zu haben worüber. Echt krasse Scheiße sage ich Euch, aber noch ein paar mehr Füllwörter und es ist nicht mal der kürzeste Beitrag, den ich hier jemals verfasst habe. Hahaha. Ich stelle es mir also einfach vor, wie Radio machen. Schließlich kann man sich da auch kein 3 Stunden Programm - es soll verrückte geben, die auch länger moderieren - vorher überlegen. Dafür hat man natürlich ein paar Songs, zu denen man etwas palavern kann. Da ich Euch keine vorspielen kann, möchte ich Euch wenigsten nicht vorenthalten, welche mir in letzter Zeit aufgefallen sind. Der Umstand, dass mir überhaupt mal wieder “neue” Songs bzw. Musik aufgefallen sind, die nicht nur aus Beats, Samples und anderen Bausteinen elektronischer Musik bestehen, ist u.a. der Tatsache geschuldet, dass ich mal wieder ein paar Tage Leben mit Auto hatte. Leider ohne Internetanschluss, dafür aber mit viel “echtem” Radio.
Also:
Mando Diao - Dance with Somebody
Kings of Leon - Sex On Fire
MGMT - Kids
Dizzee Rascal - Dance Wiv Me