Wohnen est omen

Leben | 7. Oktober 2008

Ist ja zurzeit recht spannend hier. Aber Bankenpleiten hin oder her, eine eigene Bude habe ich jetzt trotzdem. Das war auch gar nicht so einfach. Die immense Auswahl lässt eben keine Wünsche offen. Ich habe mich für eine Zweizimmerwohnung entschieden. Im zweifelsohne angemessenen Herrenhaus hätte ich mich sicherlich wohler gefühlt, aber die täglichen stündlichen minütlichen Schreckensnachrichten überrannten mein Gewissen. Nein, ich will dem Klischee der verprassenden Banker keine zusätzliche Nahrung bieten. Eben aus diesem Grund verschob ich auch den Kauf eines ebenfalls überaus angemessenen Herrenautos und achtete bei der Ortswahl meines neuen Domizils insbesondere auf eine gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz. Ich bilde mir ein, dass der derzeit schwächelnde Ölpreis mit dieser Entscheidung durchaus zu begründen ist.

Trotz aller selbst auferlegten Widrigkeiten bin ich sehr darüber erfreut, ab November Champagner Bier aus meinem eigenen Kühlschrank nehmen zu können. Wer diesen Luxus einmal erleben möchte, ist herzlich eingeladen, mich hier zu besuchen. Vom Bahnhof fährt direkt ein Bus durch!

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