Kommentar zum Kommentar
Wer altklug auf jemanden verweist, der angeblich altklug redet, hat sich schon mal richtig in mein Herz geschrieben. Felix Schwenzel kann das ganz gut.
Er “schreibt ins Internet”, darauf legt er viel Wert. Nur schreiben ist eigentlich das falsche Wort, man könnte dann ja denken, er schreibt eigene Gedanken, Erkenntnisse oder irgendwie etwas fruchtbares in seinen Blog. Macht er aber nicht selten, er macht mit Vorliebe das was ich gerade mache: Er kommentiert.
Gestern kommentierte er also ein Interview mit Ariadne von Schirach auf amadelio’vlog. Dass sie arrogant ist, schreibt er nicht ins Internet, denken tut er es aber in jeder Zeile.
Frei nach dem Motto, wenn ich schon nicht überzeugen kann, sorge ich wenigstens für Verwirrung, macht Herr Schwenzel seinem Blognamen also alle Ehre und holt sich Beifall in schleimenden Kommentaren.
Jeder kann von Ariadne von Schirach halten was er mag. Und ja, es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass ich das Interview oder Sie uninteressant finde. Auch oder gerade eben weil sie herrlich echt und schnörkelfrei, durchaus der Plattform eines Videoblogs angepasst, redet. Nur was Felix Schwenzel “jungklug” bezeichnet, ist etwas ganz anderes. Dass er es überhaupt so benennt ist Neid. Und dass er ihr quasi vorwirft mit 28 schon eine eigene, gefestige Meinung zu haben, ist äußerst schade.
Aber wer weiss, vielleicht hat Felix Schwenzels Kommentar auch was gutes an sich. Immerhin sieht es so aus, als ob es doch noch so etwas wie einen Generationenkonfliktunterschied gibt. Und wenn es nur das alte werde erst mal so alt wie ich Spiel ist.