Kommentar zum Kommentar

Gesellschaft | 30. März 2007

Wer altklug auf jemanden verweist, der angeblich altklug redet, hat sich schon mal richtig in mein Herz geschrieben. Felix Schwenzel kann das ganz gut.

Er “schreibt ins Internet”, darauf legt er viel Wert. Nur schreiben ist eigentlich das falsche Wort, man könnte dann ja denken, er schreibt eigene Gedanken, Erkenntnisse oder irgendwie etwas fruchtbares in seinen Blog. Macht er aber nicht selten, er macht mit Vorliebe das was ich gerade mache: Er kommentiert.

Gestern kommentierte er also ein Interview mit Ariadne von Schirach auf amadelio’vlog. Dass sie arrogant ist, schreibt er nicht ins Internet, denken tut er es aber in jeder Zeile.
Frei nach dem Motto, wenn ich schon nicht überzeugen kann, sorge ich wenigstens für Verwirrung, macht Herr Schwenzel seinem Blognamen also alle Ehre und holt sich Beifall in schleimenden Kommentaren.

Jeder kann von Ariadne von Schirach halten was er mag. Und ja, es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass ich das Interview oder Sie uninteressant finde. Auch oder gerade eben weil sie herrlich echt und schnörkelfrei, durchaus der Plattform eines Videoblogs angepasst, redet. Nur was Felix Schwenzel “jungklug” bezeichnet, ist etwas ganz anderes. Dass er es überhaupt so benennt ist Neid. Und dass er ihr quasi vorwirft mit 28 schon eine eigene, gefestige Meinung zu haben, ist äußerst schade.

Aber wer weiss, vielleicht hat Felix Schwenzels Kommentar auch was gutes an sich. Immerhin sieht es so aus, als ob es doch noch so etwas wie einen Generationenkonfliktunterschied gibt. Und wenn es nur das alte werde erst mal so alt wie ich Spiel ist.

Ernte 23, einer muss sie ja rauchen

Leben | 14. März 2007

Gestern Abend stellte mein einer Mitbewohner fest, dass er ja schon lange keinen unter 60-jährigen mehr gesehen hätte, der Ernte 23 raucht, ausser mich eben.

Jetzt wo quasi die meisten Ernte 23 Raucher an Lungenkrebs sterben oder vielleicht doch aufhören, habe ich sie in den Pool meiner Marken aufgenommen. Mehr Potential zur neoneuen Kultmarke als zum Beispiel HB hat sie allemal. Denn selbst eine Neuinterpretation des HB-Männchens in Form von viralem Marketing oder so dürfte sie kaum retten.

Raucht Ernte 23!

Schwuler Sonntag II

Leben, Musik | 5. März 2007

Jetzt habe ich den Sonntag doch noch gut rumbekommen. Aber wie oft bekommt man schon durch einen super Zufall eine Stunde vor einem Element of Crime Konzert eine Karte für eben jenes zum drittel des Abendkassepreises?

Schwuler Sonntag

Leben | 4. März 2007

Halb sieben ins Bett, um 15 Uhr wieder raus. Wäre ja alles nicht so schlimm, wenn ich den Sonntag wie früher üblich im Bett mit Fernsehen verbringen könnte.
Meine neue WG ist eben alternativ und da kann es schon mal zum Problem werden, zehn oder zwölf Euro von sechs Leuten zusammen zu kratzen, damit der Kabelanbieter nicht abstellt. Na ja, das war vor meiner Zeit und ich muss drunter leiden, weil jetzt natürlich niemand die dreissig Euro Anschlussgebühr bezahlen möchte. Aber diese Woche nehme ich das in Angriff!

Die bisherige alternative Sonntagsgestaltung hatte dann leicht schwule Züge. Erst bei einem Kumpel zum Essen gewesen und mit selben danach auf einen Kaffee in den Stadtpark. Dabei sind wir wirklich nur dahin gefahren, weil Kaffee im Stadtpark so ein typisches Frauending ist, dachten wir zumindest. Frauen waren wirklich viele da, nur eben nicht alleine. Irgendwas hatten die immer dabei. Entweder ihr Kind, Mann und Kind, und manche auch einfach nur einen großen Hund.
Und hätte ich nicht eben eine Absage bekommen, wäre ich heute Abend sogar noch zu einem anderen Kumpel gegangen, nur um dort Fernsehen zu schauen. Ich sags Euch, ohne TV, da wird man schwul..

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