Ich war so artig

Alkohol | 21. August 2006

Weder am Freitag noch am Samstag habe ich erwähnenswerte Mengen Alkohol konsumiert. Ganz freiwillig mache ich so was verrücktes natürlich nicht!

So gab es am Freitag nur zwei Cuba libre und drei Bier im Layla, also genau die Menge nach der man eigentlich weitertrinken und auf keinen Fall aufhören möchte. Aber bei besagter Menge liegt leider auch eine tödliche Schwelle:
Ein Bier mehr und am nächsten Tag sind alle hoch und heilig erbrachten Versprechen zum extensiven Lernen hinfällig.
Dafür hab ich mich mal wieder mit dem Tresenhocker Nummer Eins unterhalten. Er erzählte mir von einer Fehlpressung, die er sich mal gekauft hat. Auf der B-Seite der The Cure Platte, gab es zu seinem Entsetzen nur Volksmusik. Mir viel darauf spontan ein, dass ich mir mal ein Video - ja so lange ist das schon her - in Lütgenbömmel Lütgendortmund ausgeliehen habe, das nicht den erwarteten Film zeigte. Im ersten Moment verdutzt, fand ich es dann aber doch nicht so tragisch, dass es ein Porno war.

Samstag ging es dann mit einem Pärchen und noch einer Freundin ins Escape. Das ist wahrscheinlich der Laden mit der höchsten Frauenquote in ganz Magdeburg. Für manch anderen mag das paradiesisch klingen, für mich war es nur wieder eine Bestätigung, dass mir ein bestimmter Typ Frau ganz und gar nicht gefällt. Kennt hier noch jemand typische Magdeburgerinnen?
Gegen Eins sind wir dann noch auf einen Absacker ins Layla gefahren. Sicherheitshalber habe ich vorher den Barmann angerufen. Ich wollte nämlich sicher gehen, dass wir noch reinkommen, weil mein Verlangen nach einem frisch Gezapftem mittlerweile wirklich groß war. Im Escape wird doch wirklich ein null fünfer Bier aus zwei null dreier Flaschen Bier zusammengemixt! Na ja, für frappuccino und Sex On the Beach braucht man halt keine Zapfanlage.
Nach insgesamt vier Bier - bis dato wusste ich nicht, dass man für vier Bier wirklich vier Stunden brauchen kann - ging es dann wieder nach Hause, so gut wie nüchtern, denn Lernen ist ja im Moment jeden Tag angesagt.

Morgen will ich wieder Lernen. Das werden dann also gleich wirklich nur zwei drei Bier!

Ich mach jetzt Sport

Leben | 17. August 2006

Für den einen oder anderen mag das schon ein Widerspruch sein, Sport und der Tresenthesenschreiber. Ist es aber nicht. Ich war schon immer sehr aktiv in Sachen Sport, also mit zeitlichen Unterbrechungen. Die letzte dauerte ungefähr vier Jahre.
Hinzu kommt meine große Vorliebe für Randsportarten, also solche Sportarten, die mehr Erklärung bedürfen als Fussball oder … Fussball. Mit sieben oder acht kam ich somit zum Orientierungslauf. Auf dem Höhepunkt meiner Karriere (Mecklenburg-Vorpommern Meister Altersklasse neun oder zehn) habe ich dann allerdings auch schon wieder aufgehört. Mein damaliger super netter Trainer Herr Sinke wurde durch zwei ultra fiese Antipädagogen ersetzt.
Danach habe ich dann meinen alten Flitzebogen gegen einen Sportbogen getauscht. Das war noch so ein alter Ossibogen mit dünnen Fieberglaswurfarmen zum Stecken. Nach drei Monaten Training waren dann auch schon wieder die Mecklenburger Meisterschaften angesetzt. Dass ich da auch sofort Landesmeister wurde, hiess aber leider auch nicht, dass ich diese Sportart sehr lange weiter betrieben hätte. Die Deutschen Meisterschaften in Leverkusen waren leicht blamabel - Ossibogen (?) - und auch sonst kam ich nie wieder so richtig in Form.
Mit vierzehn hatte ich dann erst mal genug vom professionellen Sport. Andere Dinge erschienen interessanter, und mein Vater wollte mir nach dem Kauf der Bogenausrüstung auch keine weiteren Geld intensiven Sportarten mehr finanzieren. Ich glaub, ich wollte Motorsport machen oder so.
Bis auf einen Ausflug zum Volleyball, wieder so eine Sportart mit der man mächtig Eindruck schinden kann, ist dann aber auch nicht mehr viel gewesen.
Heute beginnt nun meine dritte Karriere. Ich werde jetzt nämlich Radprofi. Die Tour kann man ja bekanntlich erst mit dreissig gewinnen. Da bleiben mir noch knappe vier Jahre, um schnell Profi zu werden - ein durchaus realistisches Unterfangen. Unterstützung dafür bekam ich heute bei Eldorado, die mir als Jungprofi mit offensichtlichen Potential ein Fahrrad finanzierten mich ein Fahrrad kaufen ließen.
Sollte es widererwarten mit der Radkarriere nicht klappen, habe ich mir sicherheitshalber schon mal Gedanken gemacht, in welchen Sportarten ich auch noch richtig gut werden kann. Da wären zum Beispiel Dart, Billiard, Pokern, Flippern und etwas coolere Sachen wie Tontaubenschießen, Golfen und Segeln.
Was fällt Euch noch ein?

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